Heizöl News: Iran-Krieg prägt die aktuelle Entwicklung

Sophie Schneider am 02.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 02.04.26 bei 167,26  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 02.04.26 bei 1,6726 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 99,00 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1300,00 US-Dollar
  • WTI: 98,36 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1587 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Trumps Rede an die Nation deutet eine neue Eskalationsstufe im Konflikt mit dem Iran an

▲ Laut Reuters ist die Ölproduktion der OPEC um 7,3 Mio. Barrel pro Tag gesunken

▲ Iran greift mehrere Öltanker im Persischen Golf an

▲ Trump deutet eine mögliche Bodenoffensive zur Einnahme iranischer Öl‑Assets an

▲ Die Huthis greifen in den Konflikt ein und beschießen Israel mit Raketen

▲ In Russland sind rund 40 % der Exportkapazitäten ausgefallen

▲ Der Iran‑Krieg führt zu einem Einbruch der globalen Ölproduktion um mindestens 10 %

▲ Die Straße von Hormus ist faktisch gesperrt

 

Neutral (=)

  • Die aktuellen US‑Ölbestandsdaten des DOE werden als neutral eingestuft

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Die Vereinigten Arabischen Emirate steigern ihre Ölexporte über Pipelines zur Umgehung der Straße von Hormus

▼ Washington lockert vorübergehend die Sanktionen gegen russisches und iranisches Öl

▼ Die IEA gibt 400 Mio. Barrel aus den strategischen Ölreserven frei

 

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Iran-Krieg bestimmt weiterhin das Geschehen

Am Ölmarkt gibt es derzeit kaum ein anderes Thema als den Krieg im Iran. Die Auswirkungen auf die weltweite Ölversorgung sind so groß, dass die Ölbörsen in New York und London stark davon geprägt werden. Andere Nachrichten, wie die aktuellen US-Ölbestände, treten in den Hintergrund.

Die gestern veröffentlichten US-Bestandsdaten fielen nicht stark genug aus, um die Preise spürbar zu beeinflussen. Sie wurden daher neutral bewertet und spielen auch heute im Handel kaum eine Rolle.

Im Mittelpunkt steht weiterhin das Vorgehen von US‑Präsident Trump im Iran‑Krieg. In einer nächtlichen Rede kündigte er eine neue Eskalation an. Die Angriffe sollen in den kommenden Wochen intensiver werden, bevor ein mögliches Ende des Krieges in Betracht gezogen wird. Sollte dabei die Energieinfrastruktur angegriffen werden, hätte dies schwere Folgen für die langfristige Energiesicherheit.

Zuvor war noch von einem baldigen Kriegsende die Rede gewesen. Diese Änderung überraschte viele Marktteilnehmer. Einige hatten ein Ende des Konflikts bereits erwartet und ihre Entscheidungen darauf aufgebaut. Nach den neuen Aussagen stiegen die Ölpreise deutlich an.

Die Straße von Hormus bleibt nach Einschätzung von Marktbeobachtern voraussichtlich geschlossen. Für den Ölpreis Brent wird eine Spanne von 95 bis 110 Dollar genannt. In der Nacht wurde zeitweise die Marke von 108 Dollar überschritten.

Mit der Aussicht auf intensivere Angriffe wird die Marktlage derzeit als preissteigernd eingeschätzt. ICE Gasoil erreichte dabei den dritthöchsten jemals registrierten Börsenpreis, was auch steigende Inlandspreise erwarten lässt.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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