Heizöl-News: Iran‑Konflikt und Ukraine‑Gespräche belasten Märkte

Nora Feldkamp am 19.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 19.02.26 bei 103,00  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 19.02.26 bei 1,0300 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 71,01 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 715,75 US-Dollar
  • WTI: 65,78 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1802 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ API Bestandsdaten

▲  USA und Iran setzen ihre gegenseitigen Drohungen fort

▲  EU legt Entwurf für 20. Sanktionspaket vor

▲ Saudi-Arabien verlangt im März mehr für sehr leichtes Rohöl nach Asien

 

= Veröffentlichung des aktuellen OPEC‑Monatsberichts

= OPEC+ bestätigt Pause bei der Rücknahme zusätzlicher Förderkürzungen im März

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Geführte Gespräche zwischen Iran und USA in Genf verlaufen "konstruktiv"

▼ Saudi-Arabien plant im März mehr Rohöl nach China zu liefern

▼ Monatsberichte von EIA und IEA

▼ Für 2026 wird eine Überversorgung des Ölmarktes erwartet

 

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Iran‑Konflikt und Ukraine‑Gespräche belasten Märkte

Die Preise für Rohöl bleiben heute auf einem hohen Stand. Grund dafür sind die anhaltenden Spannungen rund um den Iran. Zwar sollen die Gespräche zwischen den USA und dem Iran weitergehen, doch gleichzeitig nehmen die militärischen Aktivitäten auf beiden Seiten zu. Berichte aus den USA deuten darauf hin, dass man sich auf einen längeren Einsatz vorbereitet. Auch Israel soll Druck machen und sich an möglichen Angriffen beteiligen wollen.

Bei den bisherigen Gesprächen über das iranische Atomprogramm gab es keine echten Fortschritte. Aus dem Iran heißt es zwar, man habe sich mit den USA grob geeinigt, doch ein US‑Vertreter erklärte, dass erst in zwei Wochen neue Vorschläge kommen sollen. Fachleute warnen, dass die Spannungen die Gefahr eines Zusammenstoßes erhöhen. Eine Verschärfung könnte auch den Schiffsverkehr in der wichtigen Meerenge von Hormus beeinträchtigen, über die ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird.

Einige Marktbeobachter sehen dennoch keine große Gefahr eines umfassenden Krieges. Man geht eher von begrenzten Luftangriffen aus, falls es überhaupt zu einer militärischen Aktion kommt. Auch der US‑Präsident wolle starke Preissteigerungen verhindern.

Parallel dazu endeten die Friedensgespräche zwischen der Ukraine und Russland ohne Ergebnis. Der ukrainische Präsident wirft Russland weiter vor, die Verhandlungen auszubremsen. Damit kommen die Bemühungen um eine Lösung kaum voran.

Für den Ölmarkt sind heute außerdem die Bestandsdaten aus den USA wichtig. Sie erscheinen wegen des Feiertags am Montag erst am Abend. Sollten sie die positiven Zahlen von gestern bestätigen, könnten die Preise weiter steigen.

Insgesamt bleibt die Stimmung am Markt angesichts der Unsicherheit im Nahen Osten angespannt. Die Gefahr einer militärischen Eskalation überlagert aktuell alle Faktoren, die sonst für fallende Preise sprechen würden. 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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