Heizöl-News: Heizölpreise unter Druck, Risiken bleiben

Sophie Schneider am 23.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 23.02.26 bei 102,74  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 23.02.26 bei 1,0274 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 71,10 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 726,75 US-Dollar
  • WTI: 65,76 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1817 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Präsident Trump setzt dem Iran ein Ultimatum von 15 Tagen

▲ Veröffentlichung neuer DOE‑Bestandsdaten

▲ USA und Iran halten die gegenseitigen Drohungen aufrecht

 

= Veröffentlichung des aktuellen OPEC‑Monatsberichts

= OPEC+ bestätigt für März die Pause bei der Rücknahme zusätzlicher Förderkürzungen

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Nach Gerichtsurteil ringt die Trump‑Regierung weiter um die Durchsetzung von Strafzöllen

▼ Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran sollen am Donnerstag fortgesetzt werden

▼ Saudi‑Arabien plant im März höhere Rohölexporte nach China

▼ Monatsberichte von EIA und IEA stehen an

▼ Für 2026 wird eine Überversorgung am Ölmarkt erwartet

 

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Ölpreise steigen wegen wachsender Spannungen im Nahen Osten

Zum Start in die neue Woche sind die Ölpreise gefallen. Gründe dafür sind mehrere politische Entwicklungen. Geplante Gespräche zwischen dem Iran und den USA haben die Angst vor einer schnellen Zuspitzung etwas gedämpft. Gleichzeitig sorgen neue Zollankündigungen aus den USA für Unsicherheit an den Märkten und belasten die Preise.

Die Lage im Nahen Osten bleibt jedoch angespannt. Eine Einigung zwischen dem Iran und den USA ist nicht in Sicht, da beide Seiten in wichtigen Fragen weit auseinanderliegen. Deshalb bleibt auch die Gefahr militärischer Aktionen bestehen. Fachleute gehen davon aus, dass ein Teil des aktuellen Ölpreises allein auf diese Unsicherheit zurückzuführen ist. Solange diese Drohungen im Raum stehen, ist ein starker Preisrückgang eher unwahrscheinlich.

Besonders wichtig ist die Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel. Durch sie wird täglich rund ein Fünftel des weltweit benötigten Öls transportiert. Schon kleinere Störungen könnten spürbare Folgen für die Preise haben.

Für das Jahr 2026 erwarten große Banken insgesamt ein ausreichendes Ölangebot, sofern es nicht zu längeren Lieferausfällen kommt. Dennoch wurden die späteren Preiserwartungen zuletzt leicht angehoben, unter anderem wegen sinkender Vorräte.

Zusätzlicher Druck kommt aktuell von der US-Zollpolitik. Das ständige Hin und Her verunsichert Anleger weltweit und belastet auch den Ölmarkt. Insgesamt ist die Stimmung derzeit leicht negativ. Da größere Eskalationen bisher ausgeblieben sind, setzen sich die Preisnachlässe fort. Für Heizölkunden zeigen sich im Vergleich zum Ende der letzten Woche spürbare Abschläge.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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