Heizöl-News: Handelsgespräch mit Indien bewegt den Markt

Nora Feldkamp am 03.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 03.02.26 bei 100,06 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 03.02.26 bei 1,0006 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 66,08 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 682,50 US-Dollar
  • WTI: 61,91 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1816 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ USA und Indien nähern sich an – Indien könnte auf russisches Öl verzichten

▲ Tengiz-Ölfeld in Kasachstan startet nur langsam wieder durch

 

Neutral

= OPEC+ bestätigt Förderpause auch für den Monat März

= Aktueller OPEC‑Monatsbericht ohne neue Impulse

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ USA und Iran zeigen Bereitschaft zu neuen Gesprächen

▼ US-Regierungskrise vorerst abgewendet

▼ Monatsberichte von EIA und IEA ohne preistreibende Signale

▼ Für 2026 wird weiterhin ein Überangebot am Ölmarkt erwartet

 

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Preisstützende Faktoren überwiegen

Die Ölpreise sind heute erneut gefallen. Gründe dafür sind mögliche Gespräche zwischen den USA und dem Iran sowie ein stärkerer Dollar, der den Preis zusätzlich belastet. Dazu kommen Meldungen über einen möglichen neuen Handelsdeal zwischen den USA und Indien.

Sowohl die USA als auch der Iran haben Bereitschaft zu neuen Atomgesprächen gezeigt. Noch diese Woche soll es ein erstes Treffen in der Türkei geben. Gleichzeitig warnte Präsident Trump jedoch vor möglichen Folgen, falls es nicht vorangeht.

Als weiteren Erfolg sieht Trump eine angebliche Einigung mit Indien: Die USA sollen bestimmte Strafzölle senken, während Indien im Gegenzug kein russisches Öl mehr importieren will. Eine offizielle Bestätigung aus Indien fehlt allerdings. Sicher ist nur, dass Indiens Käufe von russischem Öl zuletzt stark gesunken sind. Dadurch landet mehr unverkauftes russisches Öl auf dem Weltmarkt.

Welche Folgen diese Entwicklungen haben werden, ist unklar. Fachleute gehen von starken Schwankungen im Februar aus. Die aktuelle Bewegung nach unten wird vor allem durch die Stimmung an den Märkten erklärt. Nach deutlichen Anstiegen in der Vorwoche haben Anleger rasch wieder verkauft. Ohne neue politische Spannungen und mit gemischten Wirtschaftsdaten konnte sich der Ölpreis nicht halten.

Ein stärkerer Dollar drückt heute zusätzlich auf die Preise, da Öl weltweit in Dollar gehandelt wird und damit für viele Käufer teurer wird. Insgesamt bleibt die Einschätzung für den Markt daher eher schwach. Ein möglicher Rückgang indischer Käufe in Russland könnte zwar für etwas Auftrieb sorgen, doch dafür fehlt weiterhin die Bestätigung.

 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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