Heizöl-News: Fortschritte im Iran‑Dialog lassen Risikoprämien sinken

Sophie Schneider am 09.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 09.02.26 bei 99,49 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 09.02.26 bei 0,9949 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 67,345 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 684,75 US-Dollar
  • WTI: 62,97 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1861 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Saudi-Arabien erhöht die Verkaufspreise für sehr leichtes Rohöl in den März‑Exporten nach Asien

▲ Neuer US‑Handelsdeal: Indien verzichtet auf russisches Öl, potenziell engere Angebotslage

▲ OPEC+ bestätigt Produktionspause für März, Angebot bleibt kontrolliert

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Iran/USA: Konstruktive Gespräche reduzieren geopolitische Risikoprämien

▼ Venezuelas Rohölexporte im Januar deutlich gestiegen, zusätzliche Mengen am Markt

▼ Erwartete Überversorgung im Jahr 2026, zunehmender Angebotsdruck perspektivisch

 

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Ruhiger Wochenstart am Ölmarkt

Zum Start in die neue Woche bleibt die Lage rund um den Iran das wichtigste Thema am Ölmarkt. Nach einem sehr bewegten Freitag stehen die Kurse an den Handelsplätzen leicht unter Druck. Grund dafür ist, dass sowohl der Iran als auch die USA weitere Gespräche angekündigt haben. Damit sinkt die Sorge vor möglichen Störungen der Ölversorgung aus der Region.

Am Freitag hatten Vertreter beider Länder im Oman indirekte Gespräche geführt. Beide Seiten sprachen danach von einem kleinen Fortschritt und wollen den begonnenen Austausch fortsetzen. Noch ist kein neues Treffen bestätigt, doch die Signale wirken insgesamt entspannter.

Auch der Blick nach Indien bleibt wichtig. Die USA und Indien haben ein neues Handelsabkommen geschlossen, das angeblich den Import von russischem Öl stoppen soll. Indien hat dies jedoch nicht ausdrücklich bestätigt und betont, dass die eigene Energieversorgung Vorrang hat.

In dieser Woche werden außerdem die neuen Monatsberichte der EIA, OPEC und IEA erwartet. Zusätzlich äußern sich zahlreiche Fachleute bei einer Energiekonferenz in London, was ebenfalls Einfluss auf die Märkte haben könnte.

Zum Wochenbeginn zeigen die Ölpreise leicht nach unten. Die Entspannung im Iran‑Konflikt nimmt etwas Druck vom Markt, während der Euro gleichzeitig an Stärke gewinnt. Dadurch ergeben sich für Heizölkunden heute spürbare Preisvorteile gegenüber Freitag.

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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