Heizöl-News: Entspannung am Ölmarkt sorgt für fallende Preise

Sophie Schneider am 13.02.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 13.02.26 bei 98,44  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 13.02.26 bei 0,9844 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 67,37 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 672,25 US-Dollar
  • WTI: 62,59 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1858 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Trump erwägt die Entsendung eines zweiten US‑Flugzeugträgers in den Nahen Osten

▲ EU präsentiert Entwurf für ein 20. Sanktionspaket

▲ Saudi-Arabien hebt die Preise für März‑Lieferungen von sehr leichtem Rohöl nach Asien an

▲ Neuer US‑Handelsdeal: Indien verzichtet auf russisches Öl

 

= Veröffentlichung des aktuellen OPEC‑Monatsberichts

= OPEC+ bestätigt Pause bei der Rücknahme zusätzlicher Förderkürzungen im März

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Saudische Rohölexporte nach China sollen im März zulegen

▼ Trump betont bei Treffen mit Netanjahu Vorrang für Verhandlungen mit dem Iran

▼ Aktuelle US‑Ölbestandsdaten

▼ Monatsberichte von EIA und IEA

▼ Iran und USA führen konstruktive Gespräche trotz scharfer Rhetorik

▼ Venezuelas Rohölexporte laut Schätzungen im Januar deutlich gestiegen

▼ Für 2026 wird eine Überversorgung des Ölmarktes erwartet

 

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Ruhigere Stimmung am Ölmarkt belastet die Heizölpreise

Die Preise für Rohöl an den großen Handelsplätzen in Europa und den USA sind auf dem Weg zum zweiten Wochenrückgang in Folge. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass viele Marktteilnehmer derzeit weniger Risiken einpreisen. Auslöser dafür sind die Gespräche zwischen den USA und dem Iran, die zuletzt für mehr Zuversicht gesorgt haben. In dieser Woche erinnerten zudem zwei große Energiebehörden in ihren Monatsberichten erneut an das Thema eines möglichen Überangebots. Allerdings gibt es auch Stimmen, die den Markt nicht als klar überversorgt sehen.

Unklar ist weiterhin, wann die nächste Gesprächsrunde zwischen den USA und dem Iran stattfindet. US‑Präsident Trump erklärte jedoch am Donnerstag, dass sich die Verhandlungen etwa über einen Monat ziehen könnten. Dies wurde so verstanden, dass in den kommenden Wochen kein militärisches Eingreifen zu erwarten ist und das Risiko von Lieferausfällen aus der Region vorerst gering bleibt.

Zusätzlichen Druck auf die Preise brachte die Aussicht auf eine mögliche teilweise Schließung der US‑Regierung. Diese könnte eintreten, falls sich die Parteien im Parlament nicht rechtzeitig auf den Haushalt für das Heimatschutzministerium einigen. Die möglichen wirtschaftlichen Folgen gelten jedoch als begrenzt.

Heute richten sich die Blicke vor allem auf neue Preisdaten aus den USA. Insgesamt notieren die Ölpreise nahe den jüngsten Tiefständen, was auch bei Heizöl weiter Spielraum für leichte Abschläge eröffnet.

 

 

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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