Heizöl News: Blockierte Meerenge sorgt weiter für Preisdruck

Nora Feldkamp am 10.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 10.04.26 bei 155,87  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 10.04.26 bei 1,5587 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 97,64 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1382,00 US-Dollar
  • WTI: 99,57 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1684 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Saudi-Arabien: Produktionskapazitäten aufgrund der Iran-Angriffe dezimiert

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

▲ Iran bombardiert saudische Pipeline

▲ EIA-Monatsbericht kurzfristig bullish

▲ Straße von Hormus faktisch gesperrt

 

Neutral (=)

  • DOE Bestandsdaten neutral

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼  Waffenruhe zwischen Iran und den USA beschlossen

▼  China gibt Ölreserven frei

▼ OPEC+ beschließt Förderanhebung um 206.000 B/T für Mai

 

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Unsichere Lage hält Ölpreise oben

In Pakistans Hauptstadt sollen heute direkte Gespräche zwischen den USA und dem Iran beginnen. Obwohl die Meldung über eine Waffenruhe am Mittwoch zunächst zu sinkenden Ölpreisen führte, zogen die Preise gestern wieder an. Grund ist, dass die Waffenruhe sehr wacklig wirkt.

Die wichtige Seestraße zwischen Iran und Oman bleibt weiterhin weitgehend geschlossen. Das sorgt weiter für Knappheit bei Öl. Zusätzlich belasten die Schäden an den saudi‑arabischen Anlagen nach den iranischen Angriffen. Laut einem Vertreter des saudi‑arabischen Energieministeriums ist die tägliche Produktion um rund 600.000 Barrel gesunken. Auch die große Ost‑West‑Pipeline kann etwa 700.000 Barrel weniger am Tag bewegen.

Das schwächt den Versuch Saudi‑Arabiens, den Engpass an der Meerenge zu umgehen, und erhöht die Sorge vor Lieferproblemen. In Asien greift man deshalb verstärkt auf eigene Vorräte zurück. Mehrere Länder nutzen bereits ihre staatlichen Bestände, darunter Japan. Auch China plant dies.

Doch das Freigeben dieser Reserven kann nur eine Übergangslösung sein. Wichtig bleibt eine breitere Öffnung der Meerenge. Irans Ankündigung, während der Waffenruhe nur rund 15 Schiffe am Tag durchzulassen, sorgt nicht für Beruhigung.

US‑Präsident Trump zeigte sich zwar optimistisch für ein mögliches Abkommen mit dem Iran. Doch selbst ein solches Abkommen würde nicht automatisch bedeuten, dass die Meerenge für alle Schiffe offen wäre. Trump hatte zuletzt betont, dass die USA nicht dafür verantwortlich seien.

Die Ölpreise an den großen Börsen liegen heute Morgen etwas über den Tiefs von gestern, aber noch deutlich unter den Höchstständen.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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