Heizöl News: Beruhigung am Ölmarkt nach ersten Entspannungszeichen

Sophie Schneider am 20.03.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 20.03.26 bei 161,73  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 20.03.26 bei 1,6173 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 108,48 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1338,00 US-Dollar
  • WTI: 94,59 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1572 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Massive Angriffe auf Gas-Anlagen im Nahen Osten stützen die Preise
▲ Iran setzt weitere Angriffe auf Energieinfrastruktur in der Region fort
▲ Die USA verlegen zusätzliche Kriegsschiffe in den Nahen Osten
▲ Monatsberichte von EIA und IEA fallen bullisher aus als zuvor
▲ Der Iran-Krieg lässt die globale Ölproduktion um mehr als 10 % einbrechen
▲ Die Straße von Hormus ist faktisch blockiert
▲ DOE-Daten wirken preistreibend
▲ OPEC-Monatsbericht mit neutraler Tendenz, ohne preisdämpfende Signale

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ Keine neuen Angriffe auf Energieanlagen entlasten die Märkte
▼ Irak stärkt seine Exportwege: Rückkehr der Kirkuk–Ceyhan-Pipeline in Vorbereitung
▼ USA lockern Sanktionen für russische Ölexporte auf See
▼ IEA gibt 400 Mio. Barrel aus strategischen Reserven frei

 

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Erste Ruhe am Markt: Preise reagieren auf diplomatische Signale

Nach dem starken Preisanstieg der vergangenen Tage haben sich die Ölpreise wieder etwas zurückgezogen. Grund dafür ist, dass es nach den Angriffen auf wichtige Anlagen in Iran und Katar zuletzt keine neuen Attacken auf Energieeinrichtungen gab. Stattdessen bemühen sich die beteiligten Länder um eine Entspannung der Lage. Die USA betonen, keine zusätzlichen Truppen entsenden zu wollen, und auch aus Israel kommen Signale, dass weitere Angriffe vermieden werden sollen.

Diese vorsichtige Beruhigung sorgt dafür, dass ein Teil der „Kriegsprämie“ aus den Preisen verschwunden ist. Fachleute weisen jedoch darauf hin, dass die Region rund um die Straße von Hormus weiterhin sehr sensibel reagiert. Die Transportwege sind nach den jüngsten Schäden noch stark beeinträchtigt, und es dürfte lange dauern, bis alles wieder reibungslos funktioniert. Neue Angriffe könnten die Preise jederzeit erneut nach oben treiben.

Gleichzeitig wird darüber gesprochen, Sanktionen gegen iranisches Öl zu lockern oder strategische Reserven freizugeben, um die hohen Energiepreise zu dämpfen. Dennoch bleibt die Lage unsicher, da die Kämpfe im Nahen Osten andauern und wichtige Infrastruktur weiter gefährdet ist.

Für Verbraucher bedeutet das heute etwas niedrigere Inlandspreise, da die Kurse gestern leicht nachgegeben haben. Insgesamt bleibt die Marktlage jedoch angespannt.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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