Heizöl News: Anhaltende Unsicherheit stützt Ölpreise weiter

Sophie Schneider am 07.04.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 07.04.26 bei 176,93  € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 07.04.26 bei 1,7693 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 111,31 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1556,50 US-Dollar
  • WTI: 114,88 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1541 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstüzende Signale (bullish)

▲ Trump droht Teheran mit totaler Zerstörung

▲ Reuters: OPEC-Ölproduktion um -7,3 Mio. B/T gesunken

▲ Iran greift mehrere Öltanker im Persischen Golf an

▲ Trump deutet eine mögliche Bodenoffensive zur Einnahme iranischer Öl‑Assets an

▲ Die Huthis greifen in den Konflikt ein und beschießen Israel mit Raketen

▲ In Russland sind rund 40 % der Exportkapazitäten ausgefallen

▲ Der Iran‑Krieg führt zu einem Einbruch der globalen Ölproduktion um mindestens 10 %

▲ Die Straße von Hormus ist faktisch gesperrt

 

Preisdämpfende Signale (bearish)

▼ VAE steigern Ölexporte via Pipeline zur Umgehung der Straße von Hormus

▼ Washington lockert vorübergehend die Sanktionen gegen russisches und iranisches Öl

▼ Die IEA gibt 400 Mio. Barrel aus den strategischen Ölreserven frei

▼ OPEC+ beschließt Förderanhebung um 206.000 B/T für Mai

 

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Steigende Ölpreise durch anhaltenden Konflikt im Iran

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran bleibt auch zu Wochenbeginn das wichtigste Thema am Ölmarkt. Die Hoffnung auf eine schnelle Einigung ist derzeit gering. Deshalb liegen die Preise für Rohöl klar über den Werten der vergangenen Woche. Brent steht wieder über 110 Dollar, WTI hat 115 Dollar überschritten.

Pakistan hatte dem Iran einen Vorschlag der USA für eine Waffenruhe übermittelt. Der Iran antwortete jedoch mit eigenen Forderungen. Dazu zählen die Aufhebung der Sanktionen, freie Fahrt durch die Straße von Hormus und der Wiederaufbau des Landes. Eine erneute Verlängerung des Ultimatums lehnte Trump ab. Er drohte stattdessen mit vollständiger Zerstörung, falls der Iran die wichtige Meerenge nicht bis heute Abend wieder für Schiffe öffnet.

Die Ankündigung einiger Förderländer, im Mai mehr Öl zu liefern, wirkt kaum entlastend. Denn das Öl kann nur exportiert werden, wenn die Route durch die Straße von Hormus nutzbar bleibt. Andere Wege reichen dafür nicht aus. Zudem ist unklar, wie stark Anlagen am Persischen Golf durch mögliche weitere Angriffe beschädigt werden könnten.

Heute Abend wird ein neuer Bericht der US-Energiebehörde erwartet. Die Berichte anderer Organisationen folgen in der kommenden Woche. Zusätzlich erscheinen in der Nacht neue Schätzungen zu den Ölbeständen. Besonders die US-Förderzahlen könnten für Aufmerksamkeit sorgen, da zuletzt der ungewöhnliche Fall eintrat, dass US-Öl teurer war als Brent.

Auch an den Handelsplätzen ziehen die Preise zum Wochenstart erneut an. Für Heizöl im Inland deutet sich weiteres Potenzial für Anstiege an.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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