Heizöl-News: Ölmarkt schwankt weiter – klare Richtung fehlt

Anna Müller am 07.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 07.05.26 bei 136,74 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 07.05.26 bei 1,3674 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 99,80 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1152,00 US-Dollar
  • WTI: 93,11 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1766 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ Iran relativiert Aussichten auf baldiges Abkommen

▲ DOE signalisiert knappes Angebot und Verschiebung bei Im- und Exporten

▲ Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen

▲ Unterbrechung kasachischer Ölexporte über Druschba-Pipeline

 

Neutral (=)

= Saudi Aramco senkt Preise für Juni-Lieferungen weniger deutlich als erwartet

= OPEC+ beschließt Förderanhebung von 188.000 B/T für Juni

 

Entlastende bzw. preisdämpfende Faktoren Signale (bearish)

▼ Venezuelas Ölexporte auf 7-Jahreshoch

▼ Trump stellt Abkommen mit Iran in Aussicht

 

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Ölpreise bleiben unsicher: Hoffnung auf Gespräche trifft auf Zweifel

Nach den starken Schwankungen gestern halten sich die Anleger heute zunächst zurück. Zuvor waren die Ölpreise deutlich gefallen, nachdem Berichte über mögliche Gespräche zwischen den USA und Iran Hoffnungen auf eine Entspannung im Nahen Osten geweckt hatten.

Auslöser war ein kurzes Absichtspapier, das eine schrittweise Wiederöffnung einer wichtigen Schifffahrtsroute in Aussicht stellte. Dadurch rutschten die Preise zeitweise auf den tiefsten Stand seit zwei Wochen. Kurz darauf wurden diese Hoffnungen jedoch wieder gedämpft: Von US-Seite hieß es, es sei noch zu früh für direkte Gespräche, während aus dem Iran Zweifel an der Umsetzbarkeit der Vorschläge geäußert wurden.

Auch mit Blick auf ein bevorstehendes Treffen zwischen den USA und China bleibt die Lage unsicher. Zwar könnten Gespräche im Hintergrund weiterlaufen, ein klarer Ausblick fehlt jedoch. Insgesamt wird daher eher mit weiterhin höheren Preisen gerechnet.

Zugleich beeinflussen wechselnde Nachrichten die Stimmung stark. Seit Wochen schwankt der Markt zwischen Hoffnung auf Entspannung und Angst vor einer weiteren Zuspitzung. Sollte es zu einer Einigung kommen, könnten die Preise deutlich nachgeben. Neue Angriffe oder Störungen könnten sie dagegen schnell wieder steigen lassen.

Selbst im Falle einer schnellen Einigung würde sich die Lage nicht sofort entspannen. Die Versorgung mit Öl bleibt angespannt, da es Zeit braucht, bis Lieferungen wieder normal laufen. Unternehmen müssen daher weiter auf Vorräte zurückgreifen, um die hohe Nachfrage im Sommer zu decken.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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