Heizöl-News: Blick nach China bewegt die Ölpreise

Nora Feldkamp am 13.05.2026

Was kostet Heizöl heute?

Der Heizölpreis liegt aktuell am 13.05.26 bei 138,36 € / 100 L für eine 3.000 Liter Standard-Lieferung im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr).

Der 1 L-Heizölpreis liegt aktuell am 13.05.26 bei 1,3836 € im bundesweiten Durchschnitt (Angaben ohne Gewähr). 

Bitte beachten Sie, dass die Preise für Heizöl stark schwanken können und dies nur ein Durchschnittswert ist. Es ist immer ratsam, die aktuellen Preise zu überprüfen.
 

Wichtige Zahlen auf einen Blick

 

  • Brent: 106,50 US-Dollar
  • ICE-Gasoil: 1204,00 US-Dollar
  • WTI: 100,87 US-Dollar
  • 1 Euro: 1,1718 US-Dollar

 

Einflussfaktoren auf die Ölpreise

 

Preisstabilisierende bzw. preistreibende Signale (bullish)

▲ EIA-Bericht stützt Preise kurzfristig

▲ Trump zweifelt an Waffenruhe

▲ Trump weist Vorschlag aus dem Iran zurück

▲ Weitere Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus

▲ Raffinerieausfall in Libyen

▲ Ukrainische Angriffe auf russische Ölanlagen halten an

▲ Experten warnen vor niedrigen Ölbeständen

▲ Kasachische Ölexporte über Druschba-Pipeline unterbrochen

▲ Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert

 

Neutral (=)

API-Bestandsdaten

= OPEC+ beschließt Förderanhebung von 188.000 B/T für Juni

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Blick nach China bewegt die Ölpreise

Die Preise an den Ölbörsen bleiben in Bewegung. Nach einem Anstieg am Vortag sind die Kurse zur Wochenmitte wieder leicht gesunken. An der Lage im Persischen Golf hat sich kaum etwas geändert. Stattdessen achten viele nun auf ein wichtiges Treffen in China zwischen dem US-Präsidenten Donald Trump und Staatschef Xi Jinping.

Am Markt gab es Hoffnungen, dass China bei den Spannungen eine vermittelnde Rolle einnehmen könnte. Der US-Präsident dämpfte diese Erwartungen jedoch. Er erklärte, dass der Konflikt mit dem Iran bei den Gesprächen in China keine große Rolle spielen werde. Im Mittelpunkt stehen für ihn Handelsfragen. Gleichzeitig sagte er, die USA hätten die Lage rund um den Iran weitgehend im Griff.

Diese Einschätzung wird jedoch hinterfragt. Sicher ist, dass auch die USA unter geringeren Liefermengen aus dem Nahen Osten und den daraus folgenden hohen Energiepreisen leiden. Zudem steigt der Druck im eigenen Land, da die Benzinpreise so hoch sind wie seit der Corona-Zeit nicht mehr.

Neue Zahlen aus den USA zeigen außerdem, dass sich die Preissteigerungen weiter verstärken. Die Verbraucherpreise sind im April erneut deutlich gestiegen und verzeichnen den stärksten Anstieg seit fast drei Jahren. Daher wird erwartet, dass die Notenbank die Zinsen vorerst nicht verändert. Das kann sich später auch auf die Nachfrage nach Öl auswirken.

Insgesamt bleibt die Lage im Nahen Osten das wichtigste Thema für die Ölpreise. Die Sorge um knappe Lieferungen und die unsichere Situation sorgen weiterhin für Unterstützung bei den Preisen. Gleichzeitig reagieren die Märkte sehr empfindlich auf neue Nachrichten, weshalb starke Schwankungen wahrscheinlich bleiben.

Im Laufe des Tages werden zudem neue Monatsberichte erwartet, die weitere Hinweise liefern könnten. Der zuletzt veröffentlichte Bericht aus den USA brachte wenig Neues. Die Erwartungen für die verfügbare Menge wurden erneut gesenkt, während für die kommenden Jahre wieder mit einem größeren Angebot gerechnet wird.

Kurzfristig bleiben die Preise vor allem von der unsicheren Lage und den unterbrochenen Lieferungen geprägt.

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Schon gewusst? - Wir erklären die wichtigsten Heizöl-Begriffe

Das American Petroleum Institute (API) ist der größte Interessenverband der Öl- und Gasindustrie in den USA. Gegründet im Jahr 1919, vertritt das API heute rund 600 Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Öl- und Gasindustrie.

Brent ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Referenzpreis für den globalen Ölmarkt.

Das U.S. Department of Energy (DOE) ist ein Ministerium der US-Bundesregierung, das für die nationale Energiepolitik und Energieproduktion verantwortlich ist.

Die Energy Information Administration (EIA), wurde im Jahr 1977 gegründet und ist Teil des US-Energieministeriums. Sie sammelt und analysiert Energieinformationen, und veröffentlicht regelmäßige Berichte und Reports. Die EIA bietet umfassende Daten und Berichte zu Energieproduktion, -beständen, -nachfrage, -importen, -exporten und Preisen.

Der Einkaufsmanagerindex (EMI), auch bekannt als Purchasing Managers’ Index (PMI), ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator, der die wirtschaftliche Gesundheit des verarbeitenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors misst. Der EMI basiert auf monatlichen Umfragen unter Einkaufsmanagern großer Unternehmen. Diese Manager bewerten verschiedene Aspekte ihrer Geschäftstätigkeit, wie Auftragseingänge, Produktion, Beschäftigung, Lieferzeiten und Lagerbestände.

Die Federal Reserve (Fed) ist die Zentralbank der Vereinigten Staaten. Sie legt die Leitzinsen fest und steuert die zirkulierende Geldmenge.

ICE und NYMEX sind zwei bedeutende Börsen, die sich auf den Handel mit Rohstoffen und Finanzderivaten spezialisiert haben (siehe auch "Ölfutures").

Die Internationale Energieagentur (IEA) ist eine autonome Organisation, die 1974 als Reaktion auf die Ölkrise gegründet wurde. Sie besteht aus 31 Mitgliedsländern, darunter viele OECD-Staaten, und hat ihren Sitz in Paris. Die IEA überwacht die globalen Energiemärkte und veröffentlich regelmäßig Berichte und Analysen.

Die wichtigsten sind:

World Energy Outlook: Ein jährlicher Bericht, der umfassende Analysen und Prognosen zur globalen Energieversorgung und -nachfrage bietet

Key Energy Statistics: Ein jährlicher Bericht mit wichtigen Energiekennzahlen und -trends

Ölfutures sind Terminkontrakte, bei denen sich Käufer und Verkäufer verpflichten, eine bestimmte Menge Rohöl zu einem festgelegten Preis und zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Kontrakte werden an Futures-Börsen gehandelt und bieten sowohl Produzenten als auch Verbrauchern eine Möglichkeit, sich gegen Preisschwankungen abzusichern.

Es gibt zwei Hauptarten von Ölfutures: Brent und WTI (West Texas Intermediate).

Die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist eine internationale Erdöl-Organisation, die 1960 gegründet wurde und ihren Sitz in Wien hat. Sie besteht aus 13 Mitgliedsländern, darunter große Erdölproduzenten wie Saudi-Arabien, Iran, Irak, Kuwait und Venezuela.

Die Hauptziele der OPEC sind die Koordinierung und Vereinheitlichung der Erdölpolitik ihrer Mitgliedsländer sowie die Sicherstellung stabiler Erdölpreise auf den internationalen Märkten.

Die OPEC legt Förderquoten für ihre Mitgliedsländer fest, um das Angebot an Erdöl zu regulieren und somit die Preise zu beeinflussen. Durch diese Maßnahmen versucht die OPEC, die Interessen der Erdölproduzenten zu schützen und eine stabile Versorgung der Konsumenten zu gewährleisten.

Die OPEC hat einen erheblichen Einfluss auf den globalen Ölmarkt, da ihre Mitgliedsländer etwa 40 % der weltweiten Erdölproduktion und rund 75 % der bekannten Erdölreserven kontrollieren.

OPEC+ ist eine erweiterte Gruppe der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC), die zusätzlich zehn weitere ölfördernde Länder, wie z.B. Russland, Mexiko und Kasachstan umfasst. Diese Gruppe wurde 2016 gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen OPEC-Mitgliedern und Nicht-OPEC-Ländern zu stärken und die Stabilität auf dem globalen Ölmarkt zu fördern.

Der PCE-Preisindex (Personal Consumption Expenditures Price Index) ist ein wichtiger Wirtschaftsindikator in den USA, der die Preisentwicklung von Konsumgütern und Dienstleistungen misst, die von US-Haushalten gekauft werden. Er zeigt die Veränderung der Preise für einen festen Warenkorb von Konsumgütern und Dienstleistungen im Vergleich zum Vorjahresmonat.

West Texas Intermediate (WTI) ist eine der wichtigsten Rohölsorten weltweit und dient als Benchmark für den US-amerikanischen Ölmarkt.

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